Geplant zeitverzögerte Detonation. Alliierte wollten Deutsche töten, “die ihre Schutzräume verlassen hatten”

Veröffentlicht 5. August 2021.
Aktualisiert am 5. August 2021 | 13:29 Uhr

“Bomben mit chemisch-mechanischem Langzeitzünder sind hingegen so konzipiert, dass sie erst Stunden nach dem Aufschlag detonieren. Mit ihnen sollten im Krieg Lösch- und Bergungsarbeiten verhindert werden. Durch die plötzliche Detonation sollten außerdem noch lange nach Ende eines Luftangriffs Personen getroffen werden, die ihre Schutzräume verlassen hatten.” Diese Information steht da so beim SWR, also ARD-ZDF und entdeckte ich eben auf der Suche nach einer womöglich gehäuften Berichterstattung über die Entschärfung von Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg. Da kann man auch nicht viel anders interpretieren, als dass es sich hier um einen Beleg für Kriegsverbrechen handelt. Bombardierungen der zivilen deutschen Bevölkerung waren ohnehin ein Kriegsverbrechen und nur selten wirklich als Kollateralschaden zu werten, auch wenn das extremistische Narrativ “Bomber-Harris do it again” in das deutsche Bewusstsein hineingetrichtert werden soll. Zu nennen ist beispielhaft die britische Strategie “Feuersturm“. Die eingebaute Zeitverzögerung bei manchen Bomben im Zweiten Weltkrieg war mir persönlich allerdings bis heute neu.

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/bombenentschaerfung-116.html, https://archive.is/IFbbK