Di. Mrz 5th, 2024

Veröffentlicht 19. April 2023.
Aktualisiert am 19. April 2023 | 19:14 Uhr

Ein angeblich “hohes Vertrauen in die Kriegsberichterstattung” sieht die WIM-Redaktion sicherlich nicht, wenn angeblich alle Beschwerden zur Ukraine zum “‘Großteil” aus der Luft gegriffen sind. Also die meisten Beschwerden zur Berichterstattung über den Ukraine-Krieg werden beim Zentral-Organ für journalistische sogenannte Ethik negativ beschieden. Die Sprecherin des Presserats Kirsten von Hutten flötet: „Einen Großteil der Beschwerden, die wir zu diesem Thema erhalten haben, haben die Ausschüsse als unbegründet zurückgewiesen, weil die betreffenden Redaktionen sich an den Pressekodex gehalten haben.“ Ah ja. Komisch, warum ausgerechnet zum Ukraine-Krieg so viele negative Bescheide eingesammelt werden.

Zu Berichten über den Ukraine-Krieg trafen 2022 beim verdeckt staatlichen sogenannten Presserat anteilsmäßig zudem angeblich sehr wenig Beschwerden ein. Das spricht deutlich gegen eine russische Beeinflussung der Beschwerden oder gar eine Cyber-Attacke, wie der neueste nun forcierte mediale Dreh in geheimen Sitzungen im Innenministerium (Bundesamt für Katastrophenschutz) so lautet und eingeübt wird. Der Presserat teilt mit: “Lediglich 78 Eingaben und damit nur gut vier Prozent des gesamten Beschwerdeaufkommens gingen zu diesem beherrschenden Nachrichtenthema ein.” Wäre es für die russische Führung nicht ein leichtes, mit massenhaften Eingaben zum Ukraine-Krieg beim Presserat eine Beeinflussung der Berichterstattung zu versuchen? Aber es sieht so überhaupt gar nicht danach aus. Oder sind die Leser von Zeitungen, derart frustriert, dass die Eingaben, die der Journalistenclub massenhaft abbügelt, deshalb gering sind? WIM findet schon, dass Bürger sich der Kriegspropaganda auch hier entgegenstellen sollten. Es gibt eine entsprechende Beschwerdeseite,die durchaus häufig genutzt werden kann.

Der Presserat feiert zudem den Rückgang von Beschwerden. Es handelte sich bei den Beschwerden über die Corona-Lügen 2021 angeblich über “Massenbeschwerden”. Corona-Lügen betrafen die Bürger viel direkter als der Krieg in der Ukraine im Moment noch. Im August 2022 wurde dann durch den Presserat selbst bekannt, dass möglicherweise die Vertuschung von Polizei-Gewalt gegen die Proteste zur Wiederherstellung der Grundrechte mit einer “Förderung vom Bund für Schulungen mit der Polizei” belohnt wurde: “Der Deutsche Presserat begrüßt, dass der Bund ihm Mittel für ein breit angelegtes Schulungsprojekt mit der Polizei zur Verfügung stellt.”

Der Presserat wird ausdrücklich im Medienstaatsvertrag erwähnt und trägt sich nicht ohne staatliche Zuwendungen vom Bund. Er ist wie die anderen verdeckt staatlichen Monopol-Journalistenclubs bis zu 16 Mal “Landespressekonferenz”, “Bundespressekonferenz” oder “Justizpressekonferenz” formell ein Verein, aber in Wirklichkeit abhängig von Steuergeldern und offenbar gelenkt.  Andere Journalistenvereine zur journalistischen Selbstkontrolle sind angeblich möglich, aber nirgends auffindbar und werden vermutlich kaum finanziell mit Steuergeldern unterstützt oder womöglich erst gar nicht anerkannt, wegen angeblich den falschen Standards. Der WIM-Redaktion jedenfalls ist keine einzige Alternative zum sogenannten Presserat bekannt. WIM wartet hierzu übrigens genau hierzu auf eine Antwort von der Medienanstalt Baden-Württemberg.

 

Fantasie-Symbolbild. Mögliche Ähnlichkeiten mit irgendwelchen Kriegsparteien unbeabsichtigt. Bildquelle: WIM