Vernichtung durch das Amt in vagen fünf Zeilen begründet? Kinderärztin Dorothea Thul soll offenbar mundtot gemacht werden

Veröffentlicht 1. Februar 2021.
Aktualisiert am 11. Februar 2021 | 18:56 Uhr

Wie genau wird im Moment gegen die Kinderärztin Dorothea Thul vorgegangen? Die Medizinerin hat Fälle von Kindesmissbrauch dokumentiert und ist auch bekannt durch Kritik an den Corona-Maßnahmen. Da kommt offenbar schon einiges zusammen. Ihr soll nicht nur die Approbation entzogen werden, sondern sie soll auch für unzurechnungsfähig erklärt werden. Jetzt liegen WIM konkrete Informationen vor. Die Begründung der zuständigen Behörde beschränkt sich mutmaßlich auf ganze “fünf Zeilen” und womöglich mit “vagen” Informationen! Hat die Behörde Thul tatsächlich mitgeteilt, die Ärztin würde schon selbst wissen “worum was es geht”? Die Rechtmäßigkeit der Anordnung lässt sich möglicherweise überhaupt nicht feststellen. Und die offenbar bereits erfolgte versuchte Anordnung auf ein Ruhen der Approbation kann auf dieser Basis, die mir vorliegt und wenn es mit rechten Dingen zugeht, dadurch wohl eher nicht gestützt werden.

Fest steht, es soll mit aller Macht durch das entsprechende Landesamt eine fachpsychologische Untersuchung an der Ärztin geben. WIM liegt der Nachweis vor. Aber auf welcher Grundlage? Es handelt sich um einen sehr weitgehenden Eingriff. Es handelt sich nicht um rein medizinische Untersuchungen, sondern um die Überprüfung des Geisteszustandes. Wurde die Anordnung und der Umfang einer ärztlichen Untersuchung etwa dem beauftragten Gutachter überlassen? Das wäre nicht rechtmäßig.

Ein Zirkelschluss wäre es, wenn eine angeblich wahnhafte Störung damit begründet wird, dass die Person angeblich von bestimmten Aussagen nicht abrückt. Der Inhalt könne “unmöglich” zutreffen, so anscheinend die Behörde. Merkwürdig, dabei hätte es völlig ausgereicht, “wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist” (§ 186 Stgb). Soweit ich aus den mir vorliegenden Dokumenten erkennen kann, ist der Vorwurf gegen die Ärztin tatsächlich lediglich, sie habe einige angeblich falsche Vorwürfe gegen Personen in Sachen Kindesmissbrauch in Zeitungsleserbriefen und auf Facebook geäußert. Das wäre schlimmstenfalls eine Beleidigung. Hier läuft bereits ein entsprechendes gerichtliches Verfahren. Aber wie kommt ein Landesgesundheitsamt dazu, daraus eine angebliche Unzurechnungsfähigkeit zu fabrizieren?

Vernichtung durch das Amt